Der Sonnenschein und die Gamba-Spieße
Liebes Tagebuch,
nun hast du mich auch in deinen Fängen. Seit November umkreise ich dich schon und frage mich, wann du deine Fühler nach mir ausstreckst. Heute ist es geschehen und nun musst du auch meine Weisheiten in dich aufsaugen.
Seit November 2010 spiele ich nun hin und wieder mit den Rabauken von YouWho (die sind dir ja durch zahlreiche Herzausschüttungen bestens bekannt) und vertrete Thomi am Keyboard, wenn er
anderweitige Verpflichtungen hat. Hättest du dich vor 10 Monaten an mich gefesselt um mir meine
warmen Worte auszupressen hätte ich dir erzählt, wie herzlich ich in diese Band aufgenommen
wurde. Hier fühlt man(ni) sich auf Anhieb wie zu Hause. Ich wurde ausführlich mit
Informationen und Material zur Vorbereitung versorgt und war überwältigt davon, wie
unglaublich organisiert die Band YouWho ist. Noch nie zuvor war mir vor einem Job eine PDF-Datei
zugeschickt worden, die SÄMTLICHE Informationen zum Konzertabend enthält. Und jetzt
kommts: alle Informationen hierin waren auch noch KORREKT!!! Wer jemals mit Bands zu tun gehabt hat weiß, dass die Halbwertszeit von Informationen üblicherweise schon Tage vor dem Gig
abgelaufen ist. Nicht so aber bei deiner Band. Hier läuft alles, hier passt alles, und es stimmt auch alles. Wow, ein dickes Lob!!!
Tja, aber du hast mir nun mal heute erst aufgelauert, also erzähle ich dir von unserem Gig in Bocholt. Wir waren bei der Firma Stahlbau Giesers zu Gast, hier wurde das 60-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Und das meinte man hier wörtlich - also das mit dem Feiern meine ich. Du hast ja schon vielen Besonderheiten zuhören müssen, aber bei dieser Veranstaltung wurden für mich noch einige Punkte zur Superlative geführt.
Als ich den Platz des Geschehens betrat fiel mir zunächst die atemberaubende kreisrunde
Zeltdachkonstruktion ins Auge. Die war schon ziemlich beeindruckend. Die Bandkollegen - ich konnte leider aus beruflichen Gründen den Soundcheck nicht wahrnehmen und stieß daher 2 Stunden
später dazu - fand ich bei fantastischem Sommerwetter, (psst.... nicht an Petrus verraten, dass
Ulf bei einer Superwetterdraußenveranstaltung anwesend war), in einem Lounge-Bereich mit
superbequemen, sehr schönen und mit kuschelweichen Sitzkissen ausgestatteten Sesseln
rumlümmeln und sich Speisen und Getränke zu Gemüte führen. Im Hintergrund
spielte eine tolle Unplugged-Band Weisheiten von Milow und co. Da fehlte nur noch das Rauschen der Wellen und ein Cocktail im Anschlag.
Der Bereich hinter der großen Bühne hatte eine eigene Zufahrt und so waren auch die
Logistik-Aufgaben leicht zu meistern. Nach kurzem Aufbau habe ich dann das Buffet in Augenschein
genommen. Wow, mir fehlen die Worte..... sowas leckeres!!!
Beeindruckt war ich auch von der Maschinenvorführung in der neuen Werkhalle. Da ich ja vom Fach bin, hätte ich mich hier gerne noch länger schlau gemacht.
Das Musizieren mit den Kollegen hat wie immer viel Freude gemacht. Zu meiner Überraschung war ich aber nicht der einzige Gast auf der Bühne: Jan wurde am Bass durch Roman würdig vertreten.
Ausnahmsweise durfte ich auf der Bühne nach vorne aufrücken, da Roman in der Nähe des
Schlagzeugs stehen wollte. Dadurch konnte ich während der Show mit Susanne im Takt shakern, was mir besonders Spaß gemacht hat.
Also liebes Tagebuch, ich kann echt nicht meckern. Die Location war wirklich sehr edel, der Veranstalter hat seine Gäste sehr verwöhnt. Das Essen war erste Sahne und die Arbeit mit den Kollegen (wenn man da von Arbeit sprechen kann) wieder sehr entspannend. Hey Leute, danke für diesen Job!
So, liebes Tagebuch, und jetzt genug der warmen Worte. Und wenn dein Hüter mich wieder mal aufruft, dich vollzutexten, dann sollst du mich aber mal kennen lernen...
.... der Manni winkt