06.08.2011 Strassenfest Köln Deutz
Youwho live in Köln-Deutz oder Why does it always rain on me?
 
Ich muss schon sagen, so stellt man sich eine gelungene Open Air-Show vor: Strahlender Sonnenschein, angenehme 22, 23 Grad (gut, zwischendurch war es mal etwas zugezogen, aber letztlich kam nicht ein Tropfen Regen herunter), perfekter Sound, über 1000 begeisterte Zuschauer, sieben motivierte, euphorische Künstler auf der Bühne. Mich persönlich hat nur ein leichter Schnupfen etwas beeinträchtigt, aber ansonsten war es ein rundum gelungener Nachmittag in Ratingen. Ich kann einen Besuch bei „Pippi Langstrumpf feiert Geburtstag“ an der Naturbühne Blauer See nur empfehlen.
 
Ulf - 06.08.2011 Köln Deutz Den Schnupfen dürfte ich mir am Vorabend geholt haben. Da sind wir in Köln aufgetreten, auf dem Straßenfest Deutzer Freiheit. Wetter war nicht so gut. Mich hat das nicht überrascht, denn (und jetzt verrate ich dir, lieber Leser, ein Geheimnis, aber sag es nicht den Anderen, sonst wollen die nicht mehr mit mir spielen) ich leide unter einem sehr individuellen Schlechtwetterfluch bei Open Air-Auftritten. Trete ich draußen auf, habe ich schlechtes Wetter, immer. Also nicht einfach nur schlechtes Wetter, das klingt ja wie "etwas kühl und leichter Nieselregen". Ich meine richtig schlechtes Wetter, vor allem Regen. Durchgängigen Regen. Starken, ausdauernden Regen. Eigentlich könnte man Schauer sagen, aber mit dem Wort „Schauer“ verbinde ich etwas, das nur für einen zeitlich begrenzten Zeitraum anhält. Vielleicht beschreibt es das Wort „Monsun“ besser, oder Regenzeit vielleicht? Ich weiß zwar nicht genau, woran es liegt. Ich habe aber eine Theorie.
 
Ich schätze, zwischen mir und Petrus muss irgendwann mal etwas ganz fürchterlich schief gelaufen sein. Ich denke schon länger darüber nach, was das gewesen sein kann, aber ich bin mir keiner Schuld bewusst. Vielleicht hab ich ihn mal auf der A3 angehupt, weil er mit 75 km/h einsam auf dem Mittelstreifen rumgeschlichen ist (vielleicht ist Petrus auch Holländer und ich war besonders böse, bei gelben Nummernschildern legt man ja automatisch noch ne Schippe drauf, nicht ahnend dass der Wohnwagen in Wirklichkeit von einem Wettergott inkognito geschaukelt wird), vielleicht hab ich auch mal im Karneval seiner Freundin zugezwinkert (wenn ich sie gebützt hätte, dann wüsste ich das, denn DANN hätte ich vermutlich für den Rest meines Lebens eine persönliche Regenwolke direkt über meiner Birne), vielleicht ist er mir auch mal als Klofrau erschienen, und ich hab ihm nach dem sanitären Entspannen zu wenig oder womöglich gar kein Geld gegeben. Ich weiß es einfach nicht, da ich ihn ja nicht kenne. Ich weiß nur, dass man, egal was es war, Petrus nicht „nachtragend“ nennen kann, er ist NACHSCHLEPPEND.
 
Es hat jedenfalls geregnet in Deutz. Eigentlich haben wir noch Glück gehabt, denn nachmittags hat es wirklich dermaßen geplärrt, dass ganze Auftritte im wahrsten Sinne des Wortes komplett ins Wasser gefallen sind. Zwischenzeitlich stand im Prinzip die ganze Bühne unter Wasser. Insofern waren wir froh, dass wir überhaupt spielen konnten. Allerdings hatten die Regenschauer den kompletten Zeitplan so durcheinander gewirbelt, dass wir erst mit eineinhalbstündiger Verspätung loslegen konnten. Dafür gab es dann aber knapp 90 Minuten Youwho-Feuerwerk für die wasserfesten Deutzer, die bei strömendem Regen mit uns gefeiert haben.
 
Leider stand um kurz nach 22 Uhr ein lustiger Onkel mit gelber Weste winkend vor der Bühne. Ich dachte erst: „Nett, dass du hier Verkehr regeln willst, aber um diese Zeit laufen hier garantiert keine Schulkinder mehr rum!“. Wie sich allerdings herausstellte war das der Mann vom Ordnungsamt, der die ganze Show endgültig ihrem Ende zuführte. Trotz Regens war es einfach viel zu schnell vorbei, was wohl auch die knapp 150 tanzenden Besucher vor der Bühne so sahen, die hätten gerne noch reichlich mehr gehört. Das holen wir hoffentlich nächstes Jahr nach, liebe Deutzer, vielleicht ja sogar bei Sonnenschein.
Aber wisst ihr, was die Ironie der ganzen Geschichte war? Der letzte Ton war noch nicht ganz verklungen, es war noch kein Bandmitglied von der Bühne runter, da hörte es schlagartig zu regnen auf. Komplett. Lieber Petrus, wenn du dich da oben über mich kaputtlachen willst, lass doch wenigstens die Anderen aus dem Spiel. Sie können doch nichts dafür.
 
Am Freitag spielen wir übrigens in Menden. Open Air. Ich hab schon mal geguckt, wie die Wettervorhersage für das Sauerland ist. Donnerstag und Samstag soll es richtig schön werden. Aber pssssst…… Und wenn ihr Petrus treffen solltet, verratet ihm auf gar keinen Fall, wo wir spielen!!!
Bis dahin
Ulf
 

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