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Das kann doch nix werden??.
ich hab schon seit Tagen den Blues. Der, seit Wochen vor naiver Jugendlichkeit sprühende YouWho Neuzugang "Ulf", ist am Dienstag auch schon 40 geworden,
was mir mit schonungsloser Härte meine sich anschleichende Mortalität bewusst macht. Ich habe einen ausgedehnten Anflug von Weltschmerz, und mein erst
kürzlich engagierter Drum Roadie (das ist sowas wie Seniorenbetreuung für gealterte Schlagzeuger), hat bereits schon wieder seinen Job geschmissen!
Für den abends geplanten freiluft Auftritt in Bödefeld sind Schauer angesagt (hab ich irgendwo gehört), und meine Schwiegereltern haben sich angesagt.
Muss ich wirklich über 120 Kilometer zugeparkte Autobahnen ins Sauerland, und mich schon beim Soundcheck von wütenden Anwohnern beschimpfen lassen?
Ja, so steht´s im Vertrag.
Also packe ich (diesmal selber; s.o.) mein Kram ins Auto, um dann festzustellen, dass irgendwer aus meiner Familie das Stromkabel für
mein Navi verkoßt (verbummelt, verlegt, verloren, etc.) hat. Also lade ich mein Arbeitsgerät ein weiteres Mal in einen Wagen um, der nur halb so groß ist, und
mache mich endlich auf den Weg????..
Die Autobahnen sind frei, keine extra für mich eigerichtete Vollsperrungen, das Wetter ist gut, im Radio läuft Fritz Eckenga, der mir aus der Seele spricht, ich kann
direkt hinter der Bühne parken, habe nichts (wichtiges) vergessen und die Bödefelder werfen während meines Sounchecks noch nicht einmal Gegenstände in meine
Richtung. Irgendwas stimmt doch hier nicht. Hab ich wieder nach den falschen Pillen gegriffen (die sollte ich mir mal merken, die sind gut!!)? Nein, alles ist schön.
Die Bandkolleg´inn´en spielen super und die stetig zahlreicher werdende Zuhöhrerschaft honoriert das entsprechend. Zuerst mit Kopfnicken, dann mit zaghaftem
mitsingen und gegenEnde des Abends mit ausgelassenem mittanzen und "Fußballchören".
Ganz "vorne" mit dabei, das weiter hinten gelegene V.I.P. Zelt.
Der Sauerländer an sich, tanzt erst ab 23:00 Uhr (hätte man uns ja mal eher sagen können). Und wenn man mit Annette von Droste-Hülshoff´s Ausführungen
über den Sauerländer vertraut ist, kann man nur sagen: Hut ab, wir kommen jederzeit, gerne wieder. Übrigens; auf der Rückfahrt war die Entfernung zwar immer
noch dieselbe, aber die Autobahnen waren tatsächlich NOCH ein bisschen freier.
Bis gleich??
Gerald
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